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Wie funktioniert ein Defibrillator?

Es ist allgemein bekannt, dass ein Defibrillator Leben retten kann. Allerdings ist das Gerät alleine, ohne den Menschen, der es bedient, nutzlos – und genauso dann, wenn es nicht sachgerecht verwendet wird. Aber keine Panik, das einzige, das Sie bei einem Defibrillator falsch machen können, ist, ihn in einem Notfall nicht zu verwenden.

Was macht ein Defibrillator?

Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) ist ein medizinisches Gerät, welches seit 2002 auch von Laien verwendet werden darf. Deshalb sind die AED so konzipiert, dass sie benutzerfreundlich und schnell zu bedienen sind. Dennoch ist es empfehlenswert, sich vorher mit der Funktionsweise und der Handhabung eines Defibrillators vertraut zu macht. Eine detaillierte Beschreibung der Funktionen des ZOLL AED 3 finden Sie auch in unserem Bedienerhandbuch.

Ein Defibrillator ist vereinfacht gesagt ein „Reset“-Knopf für das Herz im Falle eines Kammerflimmerns oder Kammerflatterns. Bei beiden liegt eine lebensbedrohliche Situation für den Patienten vor. Bei Kammerflimmern ist die Kontraktion des Herzmuskels nicht mehr koordiniert, es wird kaum Blut aus der Herzkammer in den Kreislauf gepumpt und die Herzfrequenz liegt bei über 320 Schlägen pro Minute. Der kontrollierte Elektroschock, den ein Defibrillator abgibt, ist die einzige Möglichkeit das Flimmern zu beenden. Dazu gibt es verschiedene Defibrillatoren-Modelle. Gerade der ZOLL AED 3 eignet sich dank seiner einfachen Handhabung und der kompakten Größe besonders für medizinische Laien.

Wann kommt ein AED zum Einsatz?

Ein Defibrillator wird eingesetzt, wenn folgende Symptome zu beobachten sind: Bewusstlosigkeit, keine Atmung, kein Puls oder sonstige Lebenszeichen. Wenn alle drei Symptome gemeinsam vorliegen, kann ein Kammerflimmern oder -flattern vorliegen und es muss sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen und möglichst schnell ein AED eingesetzt werden.

Da bei einem Kammerflimmern jede Minute für das Überleben des Patienten entscheidend ist, hat man die Notwendigkeit leicht zugänglicher Defibrillatoren erkannt. Deshalb werden sie in öffentlichen Gebäuden wie Amtsgebäuden, Bahnhöfen, Flughäfen und an stark frequentierten Plätzen aufgestellt. Zwar besteht keine gesetzliche Pflicht, AED in Betrieben aufzustellen, aber immer mehr private Unternehmen entscheiden sich dazu, einen AED zu kaufen.

Wie funktioniert ein Defibrillator in der Praxis?

Da Sie nun mit den wichtigsten Fakten zu AED vertraut sind, lassen Sie uns ein lebensnahes Notfallszenario durchspielen:

Sie erkennen die bereits erwähnten Symptome bei einem Menschen. Tätigen Sie zuallererst einen Notruf und verlieren Sie keine kostbare Zeit. Überprüfen Sie nochmals, ob Atmung und Puls vorhanden sind. Sollte das nicht der Fall sein, beginnen Sie sofort mit der Reanimation (Herzdruckmassage) und lassen sich schnellstmöglich einen AED holen. Im Internet finden Sie registrierte AED in Ihrer Nähe. Die Herzdruckmassage darf während dieser Zeit nicht unterbrochen werden. Haben Sie den Defibrillator vor sich liegen, schalten Sie das Gerät ein. Falls es sich bei der Person um ein Kind handelt, drücken Sie die Kindertaste. Sobald Sie den AED einschalten, erhalten Sie eine audiovisuelle Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Ihnen die Gerätebedienung erleichtert. Folgen Sie diesen Anweisungen und machen Sie mit der Wiederbelebung weiter, bis die Rettung eintrifft. Scheuen Sie sich nicht davor den AED zu benutzen, retten Sie Leben!

Wenn auch Sie die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit von Defibrillatoren erkannt haben, sind wir für Sie da und beraten Sie gerne.